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Nägel und Schrauben: Für Heimwerker unentbehrlich, für Kinder gefährlich

Nägel und Schrauben: Für Heimwerker unentbehrlich, für Kinder gefährlich


Kleine Kinder können an Kleinteilen ersticken

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Wiesbaden (ots) - Schnell Bilder aufhängen oder den Schrank zusammenbauen: Nägel, Schrauben und andere Kleinteile sind da unverzichtbar. Doch die sollten immer außerhalb der Reichweite kleiner Kinder bleiben - auch wenn die Heimwerker gerade mitten bei der Arbeit sind. "Die Kleinen stecken sich ruckzuck etwas in den Mund und können im schlimmsten Fall an einem Nagel oder einer Schraube ersticken", sagt Dr. Marko Ostendorf, Arzt beim Infocenter der R+V Versicherung.


Oft werden die Fremdkörper ohne Beschwerden wieder ausgeschieden. "Aber spitze Gegenstände können schwere Verletzungen hervorrufen, etwa an der Speiseröhre. Zudem besteht Erstickungsgefahr", so R+V-Experte Dr. Ostendorf. Er rät Eltern, Werkzeuge und Materialien so zu lagern, dass Kinder sie nicht erreichen können - und die Kleinen bei der Arbeit immer im Auge zu behalten. Im Anschluss ist sofortiges Aufräumen Pflicht. Am besten erledigen die Heimwerker die Arbeiten, wenn die Kinder nicht in der Nähe sind.


Weitere Tipps des R+V-Infocenters:


•   Auch alltägliche Dinge bergen Erstickungsrisiken und sollten deshalb nicht herumliegen. Dazu gehören Büroklammern,

     Heftzwecken und Münzen sowie Plastiktüten.    

•   Wenn Kinder Gegenstände mit giftigen Inhaltsstoffen wie Knopfbatterien verschlucken, muss sofort der Notarzt alarmiert

     werden.    

•   Schwierig ist, wenn Kinder unbemerkt etwas herunterschlucken. Speichelfluss, Würgen, Erbrechen und Bauchschmerzen können

     Anzeichen sein.


Leidet ein Kind unter Atemnot, müssen Eltern sofort den Notarzt alarmieren. Bis dieser eintrifft, können sie versuchen, den Fremdkörper zu entfernen. Dazu das Kind zuerst kräftig husten lassen. "Hilft das nicht, legen Eltern es kopfüber auf die Oberschenkel und klopfen mit der flachen Hand bis zu fünfmal zwischen die Schulterblätter", erklärt Dr. Ostendorf. 


Aber auch bei leichteren Fällen empfiehlt es sich, einen Arzt zu kontaktieren. Er muss genau wissen, was das Kind verschluckt hat und kann dann entscheiden, was zu tun ist.



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